das Buch


Es geht weiter. 
Am 08.08.2020 startet der nächste Kurs
in Bielefeld. Für Infos hier klicken.

Fight for you, Fight4you, fight 4 you

Hier wird es demnächst möglich sein, einige Auszüge aus meinem Buch zu lesen.

Ab Mitte Juni wird es hier vorgestellt und auch hier käuflich zu erwerben sein.


Bis dahin bitte ich noch um ein wenig Geduld.



                                                                    Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser,
eines vorweg, dieses ist mein erstes Buch, man sehe es mir also nach, wenn der ein oder andere Fehler im Aufbau zu finden ist.

Dieses Buch soll sich vorrangig an Frauen richten. Warum an Frauen? Weil ich vorrangig “Selbstverteidigung für Frauen” unterrichte. Ich unterrichte auch Selbstverteidigung für Kids, Jugendliche und für Männer, aber in diesem Buch beschreibe ich wie eine Frau eine sie drohende Vergewaltigung verhindern kann.

Sie werden vielleicht denken, der hat sie doch nicht mehr alle. Vergewaltigungen hat es schon immer gegeben, seit Tausenden von Jahren. Und der will eine Methode entwickelt haben, eine Vergewaltigung zu verhindern? Ja das habe ich. Es war schon immer mein Wunsch es zu ermöglichen, eine solch verabscheuungswürdige Tat zu verhindern.
Ich habe über 2 Jahre im Internet recherchiert und habe das Internet durchforstet, ob es irgendwo, vielleicht bei Kampfsportarten, eine Technik gibt dieses zu verhindern.
Ich habe nichts dergleichen finden können.

 


Dann habe ich recherchiert wie eine Vergewaltigung überhaupt erst abläuft. Was genau passiert da? Wann ist der Punkt erreicht, wo die Frau quasi resigniert und alles über sich ergehen lässt. Dazu durfte ich Fachleute befragen.
Polizistinnen, Ärzte, Psychologen und sogar Opfer einer Vergewaltigung. Dabei erfuhr, bzw. erahnte ich wann der Punkt eintritt, wo der Täter quasi gewonnen hatte.
An diesem Punkt habe weitergemacht indem ich weiter überlegte. Es musste doch möglich sein diesen Punkt zu verschieben, bzw. gar nicht erst eintreten zu lassen.
Beinahe 2 Jahre später bekam ich die Erleuchtung. Bei einem Reha-Kurs für die Wirbelsäule bekam ich die Erleuchtung, weil eine ältere Dame eine witzige Bemerkung gemacht hat. Das war der Punkt, der mir nicht mehr aus dem Kopf ging, den ich dann 2 Jahre lang im Kopf hatte. Wo ich diese Technik immer weiterentwickelt habe. Jetzt ist es so weit, ich kann diese Technik in meine Kurse einbauen und ein Buch darüber schreiben. Viel Spaß beim Lesen dieses Buches.

Wenn durch dieses Buch nur eine Vergewaltigung verhindert werden kann, habe ich mein Ziel erreicht.

Wir alle mussten einen 1. Hilfekurs absolvieren, damit wir den Führerschein machen durften. Selbstverteidigung ist nichts anderes als ein 1. Hilfekurs für uns selbst. Ohne einen Plan werden wir die Situation nicht meistern können.


Was ist eigentlich Notwehr?

Notwehr ist das, was wir einsetzen dürfen, wenn unser Leib und Leben bedroht sind.
Sie ist auch im § 32 des Strafgesetzbuchs geregelt. Dort ist zu lesen:

§ 32
Notwehr:


(1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.

(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.

Hier ist die Selbstverteidigung also ganz klar geregelt. Ich darf also alles einsetzen, um mich und meine Gesundheit zu schützen. Oder die eines anderen. Hier muss natürlich die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Ich darf dann zum Beispiel niemanden mit einem Hammer attackieren, weil er mich geschubst hat. Oder ich darf ihm nicht mit dem Finger ins Auge stechen, weil er mich dumm angequatscht hat.

Was ist, wenn ich überfallen werde?


Spielt da nicht den Helden! Niemals. Oftmals sind es drogenabhängige Menschen, die andere überfallen. Die wollen nichts anderes als Wertsachen erbeuten, die sie dann für Geld in der Szene verkaufen. Wenn jemand Eure Wertsachen will, sagt er das. „Gib mir Dein Handy und Dein Geld!“ Gebt es ihm um Himmels Willen. Oftmals setzen diese Täter eine Spritze als Drohmittel ein. Niemand will sich an dieser Spritze verletzen und sich Hepatitis oder HIV einfangen. Ich empfehle in einer solchen Situation mit dem Täter zu reden, ruhig und besonnen. Wie etwa, „Okay, warte ich hole das Handy bzw. die Brieftasche aus der Jackentasche.“ In dem Moment entschärft Ihr die Situation. Zeigt dem Täter dann Euer Handy oder das Portemonnaie. Werft es nach links und lauft nach rechts weg. Der Täter wird sich den weggeworfenen Wertsachen zuwenden. Ihr interessiert ihn dann nicht mehr. Wenn Ihr könnt, prägt Euch das Aussehen des Täters ein. Tätowierungen sind ein gutes Wiedererkennungsmerkmal. Brille? Narben? Und natürlich Größe und die Kleidung. Das hilft der Polizei oft weiter. Auf gar keinen Fall dürft Ihr den Helden spielen. Denn, und jetzt kommt es, Ihr bekommt die Sachen ersetzt. Wie bitte? Ich bekomme die Wertsachen ersetzt? Ja. Die einzige Voraussetzung dafür ist, dass Ihr eine neuere Hausratversicherung habt. Ruft bei Gelegenheit Euren Versicherungsmakler an und fragt in danach. Wenn ein Überfall noch nicht mit drin ist, lasst es mit aufnehmen. Das kostet in den meisten Fällen maximal 1,50 € mehr pro Monat. Wenn überhaupt. Viele Banken versichern automatisch Geld, welches am Geldautomaten abgehoben wurde. Ich bin zum Beispiel, falls ich überfallen würde, bis zu 6 Stunden nach dem Geldabheben versichert. Bis maximal 500 €. Versicherungen und Banken zahlen den Schaden natürlich nur, wenn Ihr Anzeige bei der Polizei gestellt habt. Warum sollten wir also den Helden spielen? Es lässt sich alles ersetzen. Klar, es ist ärgerlich, wenn man den Personalausweis, den Führerschein und die Bankkarten sperren und neu beantragen muss.
Aber die Gesundheit ist viel mehr wert als ein Handy und eine Brieftasche.

Lohnt es sich überhaupt zu kämpfen?

Ja! Es lohnt sich immer zu kämpfen. Schon allein um unseren Angreifer zu zeigen, dass er nicht kampflos an sein Ziel kommt. Oftmals suchen Täter ein Opfer, um Ihren Frust abzulassen. Angetrunkene junge Männer zum Beispiel, neigen manches Mal dazu, andere Menschen zu verprügeln. Oder Menschen, die unter Drogen stehen oder unter Medikamenten, können manchmal sehr komisch werden. Also wehrt Euch. Wehrt Euch mit allem, was Ihr habt.
Und ganz wichtig werdet laut, richtig laut und schreit den Täter an. Warum das denn? Mit dem Lärm lenkt Ihr Aufmerksamkeit anderer Menschen auf Euch. Das schreckt viele Täter ab.
Vermeidet es nach Möglichkeit, um Hilfe zu rufen. Warum? Die Zivilcourage hat in den letzten Jahren immer mehr nachgelassen. Die meisten sind sich selbst die Nächsten. Kaum jemand riskiert es in Sachen hineingezogen zu werden, die ihn nichts angehen. Wenn Ihr schreit, dann schreit „Feuer!“ Und zwar laut, richtig laut.
Denn jeder der einen anderen Feuer rufen hört, schaut nach was da los ist. Denn er könnte ja selbst betroffen sein, weil es in der Wohnung unter ihm brennt.


Soll ich nicht besser flüchten?


Wenn Du schnell bist und Passanten in der Nähe sind, kannst Du es versuchen. Ist ein Geschäft oder ähnliches in unmittelbarer Nähe, kannst Du es ebenfalls versuchen. Bedenke aber immer das ein Mann schneller als eine Frau ist. Und ein ganz wichtiger Punkt ist, Du hast hinten keine Augen im Kopf. Du siehst also nicht was hinter deinem Rücken geschieht. Noch ein weiterer wichtiger Punkt ist das Du Kraft vergeudest. Wenn Du eingeholt wirst, bist Du außer Atem und atmest viel schneller. Dazu die Panik im Kopf. Das sind sehr schlechte Voraussetzungen für den Kampf, der dem folgen wird.
Wenn es also zum Kampf kommt, wehre Dich unbedingt. Diese Typen die Frauen angreifen rechnen niemals damit, dass sich die Frau wehren wird. Es ist beinahe egal, wie Du Dich wehrst. Die Hauptsache ist, dass Du Dich wehrst.

Was ist den mit Tränengas oder Pfefferspray? Was ist mit einem Elektroschocker? Ganz ehrlich? Vergiss diese beiden Sachen. Beim Tränengas kann es Dir passieren, dass der Wind falsch weht und Du selbst das Gas oder Pfefferspray ins Gesicht bekommst. Der Elektroschocker kann Dir aus der Hand geschlagen werden und dann gegen Dich selbst eingesetzt werde


Ich empfehle den sogenannten Kubotan, siehe Foto

















Das ist ein sehr guter Kubotan.
Kostenpunkt um die 20,00 €.
Es gibt sie auch schon für 10,00 €, aber eben ohne die große Schlaufe.
Durch die obere Schlaufe steckt man seinen Daumen, durch die untere steckt man dann 3 oder 4 Finger. Damit möchte ich nicht getroffen werden!

Ein Kugelschreiberähnlicher Holz- oder Metallstift, der gut in der Hand liegt. Die etwas teureren Modelle haben eine Schlaufe, durch die man seine Finger steckt. So kann der Kubotan selbst im härtesten Kampf nicht verloren gehen. Der Kubotan wurde in Japan speziell für Frauen entwickelt, die sich selbst verteidigen müssen. Bis vor ein paar Jahren war der Kubotan in Europa ziemlich unbekannt.
Mit ihm kann man auf Knochen drücken, was sehr schmerzhaft ist. Man kann die Spitze aber auch auf jeden Knochen schlagen. Die Schmerzen sind irre stark. Bevorzugte Ziele sind unter anderem das Handgelenk, das Schultergelenk, Ellenbogen und die Rippen.
Ein Kubotan ist nicht waffenscheinpflichtig. Das wird oft behauptet, ist aber falsch. Ein ganz normaler Kugelschreiber erfüllt denselben Zweck. Und sollte der Angreifer durch Dich damit verletzt werden, ist das nicht Dein Problem, sondern seins. Ich sage nur § 32.
Das ist das Notwehrgesetz. Darüber habe ich schon geschrieben. Du darfst alles einsetzen, um Dich zu schützen und zu verteidigen.
Nach einem Feststellungsbescheid des BKA (Bundeskriminalamt) von 2008 zum deutschen Waffengesetz zählt der Kubotan nicht zu den Hieb- und Stichwaffen und ist somit kein verbotener Gegenstand.
Auf YouTube gibt es gute Videos wie man den Kubotan einsetzt. Ich empfehle grundsätzlich damit zu üben.


Selbstbehauptung und Ausstrahlung


Wenn Du mit gesenktem Kopf, den Blick nach unten gerichtet, durch die Straßen oder Parks gehst, ist das so als ob Du ein Schild umhängen hast, auf dem steht: „Ich bin ein Opfer!“
Hängende Schulter und kleine schnelle Schritte signalisieren jedem der Stress machen will, da kommt ein Opfer! Du bist kein Opfer!
Nicht, wenn Du keins sein willst. Willst Du ein Opfer sein? Ich hoffe nicht.
Versuche immer den Blick aufrecht zu halten.
Guck Dir die Menschen, die Dir entgegen kommen an. Schau ihnen ruhig ins Gesicht.
Geh aufrecht, die Schultern nach hinten gezogen. Das kann man wunderbar vor dem Spiegel üben.
Schaue Dich im Spiegel genau an. Verändere Deine Gesichtsausdrücke. Mal freundlich, mal sehr ernst und böse.
Gehe mit festen Schritten durch die Straßen.
Ich wiederhole mich ungerne, aber Menschen die gebeugt und mit kleinen schnellen Schritten gehen, strahlen eine Unsicherheit und Angst aus.
Lerne „Nein“ zu sagen, laut und deutlich „Nein!
Nein, lass mich in Ruhe! Nein, ich will das nicht!“ Lerne „Stopp“ zu sagen!
Vor ein paar Jahren gab es an Silvester in Köln in einer Nacht viele Übergriffe an Frauen. Diese

wurden sexuell belästigt und an gegrabscht. Es hat sogar mehrere Vergewaltigungen gegeben.
Am nächsten Tag stellte sich die Kölner Oberbürgermeisterin hin und sagte, die Frauen sollten in Zukunft eine Armlänge Abstand zu fremden Männern halten. Für diese Aussage wurde Frau Reker von der Presse beinahe fertig gemacht. Völlig zu Unrecht! Denn auch ich sage, jeder Fremde hat mir mit mindestens einer Armlänge Abstand zu begegnen. Warum das?
Wer mehr als eine Armlänge Abstand von Dir hat, ist nicht so gefährlich, wie jemand der direkt vor mir steht und mich anfassen kann.
Ich sage immer, diese Armlänge Abstand ist mein Hoheitsgebiet. Darin hat kein Fremder etwas zu suchen. Näher als eine Armlänge darf nur meine Partnerin oder gute Freunde kommen.
Kommt jemand auf Dich zu und will den Abstand nicht einhalten, richte Deinen Arm nach vorne, strecke ihn aus und sage laut „Stopp!“
Kommt er nochmal näher, reiße wieder den gestreckten Arm bis in die Waagerechte und rufe laut „Stopp!“ Allein ein energischer Stopp zeigt dem Angreifer, das mit Dir nicht zu spaßen ist.
Ganz wichtig, werde dabei richtig laut! Mach auf Dich aufmerksam. Wie es dann weitergeht, wenn er den Abstand nicht einhält, erfährst Du später in diesem Buch. 😉


Mentale Vorbereitung


Was ist mentale Vorbereitung eigentlich?
Mentale Vorbereitung ist die Vorstellung eines Kampfes vor dem inneren Auge. Man stellt sich Situationen vor und spielt die in Gedanken durch. Immer und immer wieder.
Zum Beispiel, wie verhalte ich mich, wenn mich ein Fremder komisch anspricht? Nachts im Park oder beim Gang durch die nächtlichen Straßen, wenn Du nach Hause gehen willst. Wie verhalte ich mich, wenn mich jemand angrabscht? Schreie ich um Hilfe, oder knalle ich ihm eine?
Wenn ich ihm eine knalle, wie treffe ich richtig, um mich selbst in Sicherheit bringen zu können?
Dazu später mehr. Ich habe mittlerweile weit über 1000 Frauen trainiert. Sehr oft kam die Frage, was mache ich, wenn er auf mir liegt und mich vergewaltigen will? Das ist so ein wichtiger Punkt.
Den musst Du schon vorher im Kopf geplant haben.
Wie weit würdest Du im Falle eines Falles gehen, um Dich zu verteidigen?

Daher rate ich jeder Frau dazu, sich ab und zu mal zurück zu ziehen und einfach nur nachzudenken. Stell Dir vor, Du bist in einer Situation, wo es für Dich um alles geht!

Wie weit würdest Du gehen? Wärst Du bereit, dem Täter Deine Finger in die Augen zu rammen?
Wärst Du bereit, dem Täter Deinen Zeigefinger in die Drosselgrube zu rammen? Das musst Du vorher für Dich klar machen. Wenn Du in der Situation erst überlegen musst, was Du machen könntest, ist es oftmals schon zu spät.
Darum wiederhole ich mich gerne, stell Dir die schlimmsten Situationen im Kopf vor und geh sie durch. Was Du einmal für Dich entschieden hast, kannst Du im Notfall dann innerhalb 1 Sekunde umsetzen! Ganz wichtig, lerne die Vitalpunkte, die im nächsten Kapitel beschrieben werden, auswendig. Die Frauen, die bei mir trainiert haben, haben sie größtenteils auswendig gelernt. Das war ganz leicht, dauert maximal 1 Stunde und hilft Dir im Notfall ungemein.
Wenn Du mal beim Arzt im Wartezimmer sitzt oder irgendwo beim Amt, was hindert Dich daran das Handy herauszuholen und sich mal wieder die Vitalpunkte anzuschauen? Lieber einmal zu viel einprägen als einmal zu wenig. Was Du einmal auswendig gelernt hast, kannst Du noch Jahre später blitzschnell abrufen.
Das ist unter Umständen ganz wichtige Zeit. Denn oftmals zählen Sekundenbruchteile.







Weitere Seiten und Kapitel folgen in Kürze.